LKV Anpaddeln auf der Aller
2006

von Walter Schlöffel-Pitschke
Schon die Vorbereitung der Fahrt klappte super. Samstagabend waren alle Boote auf dem neuen Bootstrailer gelascht, einschließlich des neuen Zweier von Max und Walter. Eigentlich wollten auch Knut und Mika im neuen Zweier fahren, Krankheit und unbeständiges Wetter ließen dies jedoch nicht zu.

Pünktlich am Sonntagmorgen trafen wir uns am Bootshaus und starteten Punkt 8.00 Uhr nach Rethem, wo wir als einige der ersten um 9.00 Uhr mit den Booten eintrafen. Das Wetter meinte es gut mit uns, denn es regnete nicht und der Wind hatte gedreht, so dass nicht mit Gegenwind zu rechnen war. Um 9.30 Uhr waren alle Finken (Renate und Martin, Walter und Max, sowie Steffi, Knut und Michael auf dem Wasser). Für den Verein wahrlich eine satte Leistung, schon vor dem offiziellen Start vollzählig auf dem Wasser zu sein!

Nach zehn Minuten hatten wir dann aber keine Lust mehr gegen die Strömung bei mittlerem Allerhochwasser die Boote auf der Stelle zu halten und auf den Start zu warten. Deshalb beschlossen wir, uns schon einmal mit mäßigem Tempo auf den Weg zu machen, zumal ab Mittag wieder Regen angekündigt war. Da die Aller gute Strömung hatte, wurde aus dem mäßigen Tempo doch sehr schnell eine zügige Fahrt, so dass wir bis Verden nur von zwei Rennzweiern und einem flotten Vater mit Sohn, ebenfalls im Zweier, überholt wurden. Der Zwischenstopp in Westen musste dieses Jahr leider ausfallen, denn dort waren Hafen und Deichanlage erneuert worden und zeigten noch keinen einzigen grünen Grashalm. Deshalb hatte der dortige Wassersportverein noch kurzfristig vor dem Anpaddeln allen mitgeteilt, dass der sonst übliche Halt dieses Jahr leider ausfallen müsse.

Wir Finken blieben bei dieser Tour alle dicht zusammen, die Kräfte der einzelnen Kanuten ließen es ohne Probleme zu und so beschlossen wir, gemeinsam auf eine Pause an Land zu verzichten. Stattdessen bildeten wir nach halber Strecke Päcken, ließen uns treiben und frühstückten auf dem Wasser. Dann ging es in flotter Fahrt weiter nach Verden. Der Wetter-bericht hielt Wort, es blieb den ganzen Vormittag trocken und bis auf wenige hundert Meter vor der Verdener Eisenbahnbrücke hatten wir keinen Gegenwind. So erreichten wir nach nur 2 Stunden und 30 Minuten den Kanuverein in Verden, das Ziel.

Erst als wir den Trailer in Rethem abholten, begann es auf dem Weg nach Verden zu regnen. Die Boote mussten wir dann leider im Regen verladen, aber was machte das schon noch nach so einem gelungenem Vormittag?

Eine Stunde später waren wir zurück im Verein, die Boote wurden noch schnell abgeladen und gereinigt und zum Kaffeetrinken waren wir schon alle wieder zu Hause bei den Daheimgebliebenen.