Eltern-Kind Pfingsttour 2015

Münster: Ems und Werse

CN

Die Eltern- und Kind-Gruppe hatte sich dieses Jahr Pfingsten den Kanu Verein Münster als Übernachtungsstandort ausgesucht. Wie gewohnt war der große Hänger wieder bis auf den letzten Platz mit Kajaks und einem Kanadier gefüllt und wir fuhren von Fink in einer Gruppe von mehreren Autos los und waren schon nach gut 2 Stunden in Münster bei KVM. Ulf und seine Tochter Maya erwarteten uns schon. Auf dem Gelände mit großzügiger Zeltwiese waren unsere Zelte schnell aufgebaut und wir konnten zum Abendessen übergehen, dem Grillen. Der Abend war noch lang, da Ulf den Feuerkorb in Betrieb nahm und ihn noch lange in die Nacht in Betrieb hielt.

Am nächsten Morgen frühstücken wir zeitig und fuhren nach Telgte zur Ems. Klaus hatte rechtzeitig Erlaubnisscheine für die Befahrung gebucht, so dass wir diesen Flussabschnitt auch befahren durften. Erlaubnis zum Paddeln? Vorher buchen? Ja, so ist das mit dem Umweltschutz in Deutschland, was wenige Private für ihren eigenen Gewinn ruinieren, müssen alle anderen an anderer Stelle (durch Verzicht) bezahlen! Die obere Ems ist überhaupt nicht mit dem biologisch toten Schiffstransportkanal für Kreuzfahrschiffe zwischen Papenburg und der Nordsee zu vergleichen, hier ist die Ems ist ein munterer, intakter Fluss mit mittlerer Fließgeschwindigkeit und gelegentlichen Solgleiten, ähnlich der Hunte bei Wildeshausen. Aus diesen Grund muss hier oben die Natur auch ganz doll geschützt werden, mit Limitierung der Anzahl von Booten (natürlich auch hier 70% des Kontingents für kommerzielle Bootsverleiher) und Uferbetretungsverbot. Weil die Ems hier zum Landschaftsschutzgebiet erklärt worden ist, kann die sie weiter unten dagegen dann für eine Werft, die 50 Km vom Meer entfernt liegt, gern völlig zerstört werden. Da wir uns im Gegensatz zu den Gruppen der Verleiher an das UV hielten, brauchten wir lange bis zu Mittagspause, lag die einzige legale Pausenstellen doch recht genau auf der Hälfte der Strecke. Und wir sehnten die Pausenstelle endlich herbei, manche wegen des Hungers, andere wollten eher endlich trockene Kleidung anziehen, die letzte Stufe der Ems hatte es in sich, viele waren trotz Spritzdecke nass. Leider frischte der Wind zunehmend auf, was uns bei der Pause unangenehm auffiel. Letztlich schafften aber alle das restliche Stück der Ems bis zur Doppel-Brücke der K45/55. Bis auf Ulf, der die hier mündende Werse bis zu seinem Verein flussaufwärts fuhr, luden alle ihre Kajaks auf und wir fuhren zurück zum KVM. Dort waren auch inzwischen auch unsere letzten Teilnehmer dazu gestoßen. Auch Samstag gab es wieder was Leckeres vom Grill, leider machte sich der vorhin schon erwähnte kalte Wind auch hier unangenehm bemerkbar. So wurde uns von einigen Akteuren ihre gesamte mitgenommene Kleidung vorgeführt und übereinander gezogen und zusätzlich immer näher an den Feuerkorb gerückt – trotzdem richtig warm wurde es dann erst im Schlafsack, wenn man denn einen warmen Schlafsack hat und sich nicht standhaft wehrt, eine solche Anschaffung zu tätigen... ;-)

Der Sonntag machte dann seinem Namen alle Ehre, nach einem gemütlichen Frühstück mit teuren, aber guten Brötchen in der Sonne fuhren wir alle zusammen mit unserer Flotte an bunten Booten vom KVM aus, die Werse flussabwärts. Je nach Lust und Kraft machte dann ein Teil bei der ersten Umtragestelle kehrt und fuhr wieder zurück zum Verein. Eine weitere Gruppe fuhr dann an der Zweiten zurück und der letzte Rest der Truppe fuhr nun den unteren Teil der Werse bis in die Ems. Leider war auf diesem Teil der Wasserstand heute so niedrig, das wir des Öfteren schieben und oder aussteigen und die Boote treideln mussten. So bekommt der Name Wasserwandern eine ganz neue Bedeutung. Die Werse mäandert hier stark, große hohe Bäume stehen an den Ufern und diverse quer über den Fluss liegende Bäume machten die Fahrt interessant und spannend.

Zurück beim KVM wurden von den Kindern sämtliche Renn- und sonstig kippeligen -Boote auf das ausgiebigste getestet, inklusive Stand-Up-Paddling in normalen Kajaks, – Die Zuschauermenge diesseits und vor allem jenseits der Werse wuchs auf mehrere Dutzend, so ein Spektakel sieht man auch hier eher selten. Der Abend wurde noch lang am Feuerkorb und die Nacht entsprechend kürzer. Der nächste Morgen begrüßte uns dann mit etwas Regen, jedenfalls so viel, dass alle Zelte nass waren und zurück bei Fink mal wieder die große Zeltparade im 1. Stock im Bootshaus veranstaltet wurde. Zum Frühstücken gingen wir dann bei KVM ins Vereinshaus Diesmal gab es die billigen Brötchen, dafür gab es die Tüte dazu umsonst. Zum Glück hatten wir die Boote schon gestern Abend geladen, so dass jeder nur seinen eigenen Kram einpacken musste was aber im Einzelfall auch mal länger dauerte. Trotzdem waren wir dann am frühen Nachmittag wieder zurück bei Fink und dort wurden von den doch deutlich müden Teilnehmern noch schnell die Boote gesäubert und wie schon erwähnt, die Zelte zum Trocknen aufgehängt und nach Haus gefahren.

Übrigens, ALLE Zelte sind schon lange trocken und dürfen von den jeweiligen Besitzern vom Geländer entfernt und eingepackt werden.