Familienfahrt Juli 2004

von Norbert Leusch

Dieses Jahr war unser Ziel der Campingplatz bei Sternberg in Mecklenburg-Vorpommern (30Km östlich Schwerin). Den ersten Tag nutzten wir zum Aufbau und Kennen lernen des Geländes. Wir hatten die Zeltwiese fast für uns allein und trotz Regen, der wie wir im laufe der Zeit feststellten, immer zum Abendbrot kam, war der Platz in keiner Weise matschig.

Am zweiten Tag unternahmen wir ein Fahrt von Weitendorf auf der Warnow und Mildenitz zur Sternberger Burg. Hier machten wir ein Rast und entschlossen uns zu Fuß zum Warnower Durchbruchtal zu laufen (2Std. hin und zurück) um zu schauen, ob wir mit unseren Booten dort fahren können. Leider war der Wasserstand für unsere Boote zu niedrig und zu viele Steine im Fahrwasser. Wir stellten fest das unsere Boote für die Durchfahrt nicht geeignet waren und beschlossen das nächstes mal mit PE-Schüsseln zurück zu kommen. Schließlich fuhren wir weiter zu unserem Ziel, dem Kanuwanderrastplatz am Sternberger See. Unterwegs fing es an zu regnen ( unser einzigste Fahrt wo es Wasser von oben und unten gab), was aber keinen störte, da die Landschaft einfach traumhaft ist.

Für den dritten Tag haben wir als Ziel das Slavische Museumsdorf am Binnensee ausgesucht. Start war wieder der Wanderrastplatz am Sternberger See. Von dort fuhren wir über den Trenntsee und umkreisten einmal die beiden Inseln. Die ersten Stimmen wurden laut ob wir uns verfahren hätten, aber das war natürlich alles Ansicht. Unser Scout sagte dann wir müssen gerade rüber zu den Reusen, dort wäre die Durchfahrt zum Binnensee und wir folgten Ihm. Leider hatte unser Scout da wohl beim Fährtenlesen nicht aufgepasst. Wir also wieder zurück. Und nun schickten wir 2 Fährtenleser vor, die auch prompt die kleine Durchfahrt (war gut versteckt) fanden. Schließlich landeten wir im Binnensee und vor uns war das Museumsdorf zu sehen. Am Bootsanleger holten wir alle unsere Boote aus dem Wasser und belegten dort den gesamten Platz. An der Kasse, am anderen Ende, klärte man uns auf, dass wir dort gar nicht anlegen dürfen. Egal, bezahlt haben wir trotzdem. Den Rückweg haben wir dann ohne Schwierigkeiten gefunden. Mittlerweile hatte der Wind aufgefrischt, so das wir ein paar schöne Wellen hatten.

Für den Dienstag hatten wir, nach Protesten der Kinder, einen paddelfreien Tag geplant. Nach einer Lagebesprechung entschlossen wir uns zum „Natur und Umweltpark“ in Güstrow zu fahren. Im Anschluss besuchten wir noch die Innenstadt von Güstrow und das Schloss.

Für den Mittwoch war wieder Paddeln auf der Warnow angesagt. Diesmal von Nutteln bis zur Sternberger Burg. Unterwegs wollten wir uns eine Biberstation anschauen, aber unser Vorauskommando berichtete das sich die Station nicht lohnt, daher fuhren wir einfach weiter und genossen die schöne Natur.

Für den Donnerstag hatten wir uns vorgenommen das Freizeitbad in Wismar zu besuchen. Leider erwischte es dort wieder unseren Pechvogel Henning, der sich beim ersten Wasserkontakt das Knie verdrehte und so seine Verletzung vom Vorjahr wieder aufbrach. Zum Glück war das Krankenhaus um die Ecke.

Für den Freitag hatten wir uns den Schweriner See vorgenommen mit einer Umrundung des Schweriner Schlosses. Wir starteten am Paulsdamm, über den Ziegelaußensee, dem Heidensee, dem Schweriner Innensee zum Schloss. Vor dem Schloss machten wir erst mal ausgiebig Pause, um dann im Anschluss das Schloss per Kajak zu umrunden. Der Rückweg führte uns über den Schweriner Innensee zurück zum Paulsdamm.

Für den Samstag haben wir uns, auf Wunsch der Jugend, wieder einen Paddelfreien Tag verordnet. Unsere Jugend nutzte den Tag um die Kontakte zu der Weiblichen Bevölkerung zu intensivieren. Überhaupt musste man feststellen, dass es dort wohl ein Mangel an jungen männlichen Nachwuchs gab, da unsere Zelte, seit unserem Eintreffen, von der weiblichen Jugend umkreist wurden. Für den Nachmittag hatten wir eine Eisorgie geplant, dazu besorgten Max und Norbert 7,5 Kg verschiedene Eissorten, die mit viel Genuss und stopfen vernichtet wurden.

Zum Schluss kann man eigentlich nur feststellen, das die Landschaft dort wunderbar ist, der Zeltplatz ist durchaus zu empfehlen und die Menschen dort alle sehr Nett und Hilfsbereit sind. Wir werden bestimmt wieder kommen.

Norbert Leusch