Eltern-Kind Pfingsttour 2014

Am Großen Meer

CN

Am Freitag trafen mehr oder weniger gegen 16:00 Uhr alle Teilnehmer der diesjährigen Pfingstfahrt bei Fink auf dem Vereinsgelände mit voll gepackten Autos ein und belegten anschließend mit den für die Verladung vorzubereiteten Booten das Vereinsgelände rund um den Waschplatz komplett. 21 Boote, davon 10 Kinder- und Jugendboote und dabei nur noch ein Zweier auf den Anhänger zu packen war schwierig, langsam wird uns ein Hänger zu eng …

Wo sollte es noch hingehen? Klaus hatte uns ja wochenlang auf die Folter gespannt und das Ziel erst 3 Tage vorher bekannt gegeben. Ans Meer, nein nicht an das Meer, sondern an das Große Meer, was nicht so groß ist wie das richtige Meer, dafür aber flacher. So 1,10m tief im Durchschnitt, diverse Mal mit dem „Paddellot“ eigenhändig nachgemessen. Praktisch, zur Not kann man nach Hause durch den See laufen, ohne Schwimmen zu müssen.

Also auf nach Südbrookmerland, bei Emden, wo wir gegen acht Uhr auf dem Campingplatz eintrafen, Zelte aufbauten und den Grill anwarfen. Nächsten Tag ging‘s dann endlich aufs Wasser, wir paddelten einen großen Rundkurs von 16Km über das Große Meer und etliche Kanäle um zu. Gerade der erste Teil der Strecke bis zur Pause an einem Schöpfwerk im nirgendwo war doch recht zäh gab es doch wenig Schatten und viel Sonne, dafür wurde die gesparte Energie danach ins baden, planschen und schwimmen während der Mittagspause investiert. Gut gestärkt und abgekühlt war der zweite Teil des Rundkurses dann zügig zum Campingplatz über das Loppersumer Meer (merke, in Ostfriesland gibt es keine Seen, nur Flüsse, Kanäle und Meere) zurück gepaddelt, wo alle Teilnehmer wohlbehalten ankamen und die Kinder gleich wieder zum Baden und Planschen übergingen.

Pfingstsonntag war das Wetter wechselhaft, zudem war Unwetter und Regen angekündigt. Trotzdem sind wir alle zusammen erstmal zu einer kleineren Runde aufgebrochen, leider war der in der Karte eingezeichnete Durchlass vom Meer in den außenherum geführten Kanal nicht mehr vorhanden und gleichzeitig kam eine dunkle Wolkenwand auf uns zu. Schnell fuhren wir also zurück zum Campingplatz, wobei wir sehr auf unsere Kinder achten mussten, denn der inzwischen aufgefrischte Wind lockte auch diverse höllisch schnelle Segler und Surfer aufs Wasser. Am Campingplatz angekommen regnete es dagegen nur ein paar Tropfen und das war’s.

Später paddelten dann bei immer besser werden Wetter diverse Gruppen und Pärchen auf eigene Faust durch das interessante Paddelrevier, einige kamen erst so spät zum Boote aufladen, das dieses nach einiger Zeit wegen Dunkelheit und Mücken abgebrochen werden musste.

Am Montag packten wir unsere Sachen, befestigten die restlichen Boote am Anhänger und – gingen baden! Auf dem Rückweg nach Bremen kamen wir noch in Suurhusen vorbei, dort steht er, der schiefste Kirchturm der Welt! Nicht der bekannteste aber schiefer als sein Pedant in Pisa. Ein Mitglied des Kirchenvorstands gab uns bereitwillig Auskunft und führte uns durch „ seine“ Kirche.

Ein gemeinsames Eisessen im Café gegenüber der Kirche beendete diese wirklich schöne Pfingsttour. Dank an den Wanderwart, der den Platz und die Touren ausgesucht und wie immer souverän organisiert und durchgeführt hat, der sogar an laminierten Karten für unterwegs gedacht hat und ja eigentlich an alles gedacht hat! Danke dir Klaus.